Der Ablauf der Steuerberaterprüfung

Die Steuerberaterprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Für die Prüfung meldet man in der für das Bundesland zuständigen Steuerberaterkammer an. Zum Beispiel für Berlin findet man den Zulassungsantrag hier.

Der schriftliche Prüfungsteil umfasst insgesamt 3 Klausuren. Die schriftlichen Prüfungen finden bundeseinheitlich immer in der ersten Oktoberwoche an 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt. Um alle Fragen in den Klausuren zu beantworten, hat man mindestens 4, maximal aber 6 Stunden Zeit. Zur mündlichen Prüfung wird zugelassen, wer alle 3 Klausuren insgesamt mit einem Notendurchschnitt von mindestens 4,5 besteht.

Im mündlichen Prüfungsteil, der zwischen Januar und April stattfindet, folgen dann eine kurze Präsentation und ein Prüfungsgespräch. Für die Präsentation kann man sich für einen von 3 zur Wahl stehenden Themenvorschlägen entscheiden. Das Thema der Wahl präsentiert man dann in einem 10-minütigen Vortrag. Das Prüfungsgespräch erstreckt sich in 5 Stunden über 6 Prüfungsgebiete.  4 Kandidaten stehen einer 6-köpfigen Prüfungskommission Rede und Antwort. Die Themen behandeln neben dem Steuerrecht auch Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Die Zusammensetzung der Prüfungsgremien ist festgelegt. Sie besteht aus Steuerberatern und Finanzbeamten aus dem höheren Dienst. Die Steuerberaterprüfung gilt als bestanden, wenn in beiden Prüfungsteilen eine Gesamtnote erreich wird, die nicht schlechter als 4,15 ist.

 

Die Prüfungsinhalte der schriftlichen Prüfung

Die folgenden Themen sind Bestandteil der schriftlichen Steuerberaterprüfung:

  1. Klausur
    • Verfahrensrecht
    • Umsatzsteuer
    • Bewertungsrecht
    • Erbschaftssteuer
  2. Klausur
    • Einkommenssteuer
    • Körperschaftssteuer
    • Gewerbesteuer
    • Außensteuer
    • Internationale Steuern
  3. Klausur
    • Buchführung
    • Bilanzwesen
    • Umwandlungssteuerrecht